Unser Pfingstpfarrbrief ist erschienen

Die Jüngerinnen und Jünger, so lassen die Osterberichte durchblicken, reagierten zunächst so, wie wohl viele reagieren würden: Lähmung, Rückzug, Blockade. Die ganze Welt kreist sich um dieses unfassliche Geschehen. Ein einfaches „Weiter so“ kann es nicht geben. Auf ein „Wie“ hat schon gar keiner eine Antwort. Die innere Beweglichkeit ist futsch! Ganz alltägliche Dinge werden zum Problem.

Von hier aus wird deutlich, welches „Geschenk“ das Pfingstereignis für die Jüngerinnen und Jünger gewesen sein muss. Gott selbst reißt sie aus ihrer Lethargie. Er weitet ihren Horizont, zeigt nächste Schritte und ermutigt sie, diese auch zu gehen. So werden sie fähig, sich der neuen Realität zu stellen und diese positiv in ihr Leben zu integrieren. Jetzt kann Volk Gottes werden und wachsen.

Gottes Geist macht beweglich. Im Grund genommen ist es schlicht der Erweis seines Daseins und Wirkens in ihrer Mitte, der sie freisetzt. Gott will unsere Beweglichkeit, denn nur dann kann Kirche werden und existieren. Sein Geist stellt uns auf die Beine und macht uns Beine, dass wir unseren Alltag in Christi Sinn gestalten und bewältigen.

Er ist da und wirkt in unserer Mitte – auch heute.


Ich wünsche uns allen immer wieder neu dieses Geschenk. Wir haben es zwar schon längst in Taufe und Firmung erhalten. Ob wir es aber wirklich „ausgepackt“ und in seiner Fülle „genutzt“ haben, sei dahingestellt. Es zeigt sich überall dort, wo wir aus etwas, was uns lähmt, blockiert oder zum Rückzug nötigen will, zu neuer und frischer Beweglichkeit gefunden haben – oder eben vielleicht nicht.

Frohe Pfingsten
Mike Netzler, Pfarrer

(aus dem Vorwort des Pfarrbriefs)

 

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